Wie Europa das indo-arabische Zahlensystem bekam
Vortrag von Thony Christie, Wissenschaftsgeschichtsblogger
Eins, zwei, drei – unsere alltäglichen Zahlen und das Stellenwert-Dezimalsystem haben ihren Ursprung in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit in Nordindien. Dieser Vortrag erklärt die Herkunft dieses Zahlensystems und verfolgt seinen Weg durch die Geschichte bis zu seiner Ankunft in Europa zur Zeit der Renaissance.
Der Vortrag ist Teil der Reihe “Zahlen, Formen, Weltbilder”, die zu einer kultur- und ideengeschichtlichen Entdeckungsreise durch die Mathematik einlädt. Von den zeitlosen Schönheiten der platonischen Körper über die Übernahme des indo-arabischen Zahlensystems in Europa bis hin zu den tiefgreifenden Strukturideen von Felix Klein spannt sich ein weiter Bogen.
Dabei wird Mathematik nicht nur als abstrakte Disziplin, sondern als treibende Kraft wissenschaftlicher, technischer und philosophischer Entwicklungen sichtbar. Die Mechanik des Himmels, die Transformationen in China auf dem Weg in die Moderne sowie geometrische Konzepte für das Verständnis des Kosmos zeigen eindrücklich, wie eng mathematisches Denken mit unserem Weltbild verknüpft ist.
Die Reihe verbindet historische Perspektiven mit anschaulichen Zugängen und macht die Entwicklung mathematischer Ideen als lebendigen Prozess erfahrbar.
In Kooperation mit ART & Friedrich e.V., Verein zur Förderung von Kunst, Theater und Wissenschaft und der Astronomische Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg e.V., Fachgruppe Mathematik.
Weitere Vorträge:
Felix Klein (1849–1925): sein „Erlanger Programm“ und sein „Gauß-Programm“
Platonische Körper – Fünf Juwelen der Geometrie
Die Mechanik des Himmels: von der Sphärenmusik zur Raumfahrt
Chinas Weg in die Moderne: Wandel in Wissenschaft, Technik, Politik und Philosophie
Geometrie für den Himmel – wie im Altertum das Weltall berechnet wurde