Geometrie für den Himmel – wie im Altertum das Weltall berechnet wurde
Vortrag von Prof. Dr. Christina Birkenhake, FAU Erlangen-Nürnberg, Department Mathematik
Menschen schauten schon immer in den Himmel, Ereignisse wie Mond- und Sonnenfinsternisse, aber auch der Weg der Planeten wurden beobachtet und akribisch dokumentiert. Dabei ging es nicht nur um die Faszination des Sternenhimmels.
Astronomen werteten seit dem Altertum Ereignisse am Himmel aus. Das diente neben Kalenderberechnungen, auch zur Vermessung der Welt. Dazu braucht es aber Mathematik, Geometrie und geniale Ideen, worüber der Vortrag einen Einblick gibt.
Der Vortrag ist Teil der Reihe “Zahlen, Formen, Weltbilder”, die zu einer kultur- und ideengeschichtlichen Entdeckungsreise durch die Mathematik einlädt. Von den zeitlosen Schönheiten der platonischen Körper über die Übernahme des indo-arabischen Zahlensystems in Europa bis hin zu den tiefgreifenden Strukturideen von Felix Klein spannt sich ein weiter Bogen.
Dabei wird Mathematik nicht nur als abstrakte Disziplin, sondern als treibende Kraft wissenschaftlicher, technischer und philosophischer Entwicklungen sichtbar. Die Mechanik des Himmels, die Transformationen in China auf dem Weg in die Moderne sowie geometrische Konzepte für das Verständnis des Kosmos zeigen eindrücklich, wie eng mathematisches Denken mit unserem Weltbild verknüpft ist.
Die Reihe verbindet historische Perspektiven mit anschaulichen Zugängen und macht die Entwicklung mathematischer Ideen als lebendigen Prozess erfahrbar.
In Kooperation mit ART & Friedrich e.V., Verein zur Förderung von Kunst, Theater und Wissenschaft und der Astronomische Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg e.V., Fachgruppe Mathematik.