Platonische Körper – Fünf Juwelen der Geometrie
Vortrag von Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Justus-Liebig-Universität Gießen
Die fünf platonischen Körper – vom Tetraeder über den Würfel bis zum Dodekaeder – haben seit Tausenden von Jahren die Menschen nicht nur als mathematische Objekte fasziniert, sondern spielten – von Platon bis Kepler – eine entscheidende Rolle zur Welterklärung.
Bis heute dienen sie zur geistigen Anregung, als praktische Anwendung und zur konkreten Anschauung in Mathematik und Naturwissenschaften. In dem Vortrag werden diese Körper, ihre Bedeutung sowie ihre Beziehungen untereinander durch Experimente vorgestellt.
Der Vortrag ist Teil der Reihe “Zahlen, Formen, Weltbilder”, die zu einer kultur- und ideengeschichtlichen Entdeckungsreise durch die Mathematik einlädt. Von den zeitlosen Schönheiten der platonischen Körper über die Übernahme des indo-arabischen Zahlensystems in Europa bis hin zu den tiefgreifenden Strukturideen von Felix Klein spannt sich ein weiter Bogen.
Dabei wird Mathematik nicht nur als abstrakte Disziplin, sondern als treibende Kraft wissenschaftlicher, technischer und philosophischer Entwicklungen sichtbar. Die Mechanik des Himmels, die Transformationen in China auf dem Weg in die Moderne sowie geometrische Konzepte für das Verständnis des Kosmos zeigen eindrücklich, wie eng mathematisches Denken mit unserem Weltbild verknüpft ist.
Die Reihe verbindet historische Perspektiven mit anschaulichen Zugängen und macht die Entwicklung mathematischer Ideen als lebendigen Prozess erfahrbar.
In Kooperation mit ART & Friedrich e.V., Verein zur Förderung von Kunst, Theater und Wissenschaft und der Astronomische Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg e.V., Fachgruppe Mathematik.
Weitere Vorträge:
Die Mechanik des Himmels: von der Sphärenmusik zur Raumfahrt
Chinas Weg in die Moderne: Wandel in Wissenschaft, Technik, Politik und Philosophie
Geometrie für den Himmel – wie im Altertum das Weltall berechnet wurde